Wochenendfreizeit

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Gemeindefreizeit in Wuppertal.
29.09. – 01.10.2017
Anmeldung ab Januar 2017

 

Alle zwei Jahre fahren wir als Gemeinde auf eine Wochenendfreizeit. In den letzten Jahren ging es immer zum Matthias-Claudius-Haus in Meschede-Eversberg im Sauerland, das uns eine tolle Unterkunft geboten hat. Auf dem Programm standen: Bibellarbeiten, Lagerfeuer, Grillabend, gemeinsames Spazieren, Spielen, Gottesdienst und noch vieles mehr. So eine Freizeit ist eine gute Gelegenheit, mal ausgiebiger ins Gespräch zu kommen, als nur bei einer Tasse im Gemeindecafé, vielleicht auch mal mit Leuten aus der Gemeinde, mit denen man sonst nicht so viel zu tun hat.

Gemeindefreizeit im Sauerland vom 16.- 18. Mai 2014Matthias-Claudius-Haus
„So spontan sind wir sonst nicht!“
oder: „Wenn jetzt noch das Essen gut ist …“

Das Freizeitheim in Meschede, wo wir auch dieses Mal für unsere Gemeindefreizeit sein durften, wurde von den erfahreneren Brüdern und Schwestern im Vorfeld sehr gelobt. Von daher war ich als Neuling etwas in Sorge, ob ich nicht zu hohe Erwartungen hatte. Die Sorge stellte sich jedoch als völlig unbegründet heraus: Nach der Ankunft sah ich die Matschzone am Bächlein, den Bolzplatz, den Grillplatz, das ruhige und abgeschirmte Tal, und da wusste ich, dass die Kinder sich wohlfühlen würden. Und nachdem schon Freizeitheim und die Zimmer gut waren, kam der Gedanke in meinen Kopf: Wenn jetzt noch das Essen gut ist, dann wird es ein ganz klasse Wochenende. Und beim Essen hätte ich mir am wenigsten Sorgen machen zu brauchen: Echt lecker und wirklich viel besser, als man das sonst von vergleichbaren Einrichtungen kennt.

Der äußere Rahmen stimmte also schon mal. Auch beim Programm hatten die Organisatoren ein gutes Händchen bewiesen. Es gab neben den Vorträgen (dazu später) ausreichend Freiraum für Gespräche, Spielen, mein heißgeliebtes Mittagsschläfchen, Spaziergänge und einfach mal Entspannen. Kein Wunder, dass die Stimmung toll war, und die wurde selbst durch heftige Diskussionen beim Pokalendspiel nicht gestört.

Der Anreisetag am Freitag war dadurch gekennzeichnet, dass die Wenigsten wirklich lange im Stau gestanden hatten. Somit waren wir noch frisch, um Joachims einführendem Vortrag zum Thema des Wochenendes „Heilsame Beziehungen“ zu folgen. Didaktisch war das Thema geschickt in vier Teile aufgeteilt: Heilsame Beziehungen zu Gott, zu mir, zu dir und innerhalb der Gemeinde. Joachim startete damit, uns groß zu machen, wie sehr sich Gott nach heilsamen Beziehungen mit uns sehnt und dafür bis zum Äußersten geht.

Das war eine gute Basis für die zwei Vorträge am Samstag, für die Willy Weber gewonnen werden konnte. Ich hatte diesen Mann noch nie vorher gehört und war wirklich sehr beeindruckt, wie er ruhig, gelassen und eben auch mit einer guten Portion Weisheit und viel Humor über die Schwierigkeiten in der freikirchlich-pietistischen Welt mit der Liebe zu sich selbst referierte. Und das, obwohl Gott uns so gönnen würde, dass wir uns annehmen und eben lieben könnten.

Danach ging es abends um die heilsamen Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Hier waren wir dann in der Komfortzone freikirchlicher Ethik und es ging bei den Nachfragen viel um die Beziehung zu unseren Kindern, worauf es sehr hilfreiche Antworten von Willy Weber gab. Nach vielen herausfordernden Aussagen von Willy Weber tat die Beruhigung sehr gut, dass es der Herr machen muss und wir „nur“ die ersten Schritte tun müssen. Durch den reichlichen theologisch-seelsorgerlichen Input war es dann besonders gut, dass es Freiräume gab, um das Gehörte sacken zu lassen. Durch die Abende bei Stockbrot am offenen Feuer ergaben sich viele Möglichkeiten zum guten Austausch. Der waldökologische Spaziergang am Samstagnachmittag und die Geburtstagsfeier von Anka ebenfalls am Samstag waren weitere Highlights für uns.

Der Gottesdienst am Sonntag rundete mit dem Predigtthema „Heilsame Beziehungen in der Gemeinde“ das Wochenende passend ab. Irgendwie merkte man, dass doch etwas in diesen Tagen bewirkt wurde, denn es gab bei einigen letzten organisatorischen Dingen (Gruppenfoto etc.) eine selbst für uns Hoerstgener erhöhte Dynamik, die Wilhelm zu der verblüfften Aussage verleitete: „So spontan sind wir sonst nicht“!

Also, lange Rede kurzer Sinn, die Gemeindefreizeit war eine sehr gute Zeit. Wie immer geht es bei dem Gehörten und Besprochenen um die Umsetzung in der Zeit danach: Konfrontation wagen, liebevoll und den anderen achtend, alles sehr schwer mit unserem alten Ich. Hier finde ich die für mich wichtigste Aussage des Wochenendes zentral: Wenn wir uns nicht selbst lieben, wird es sehr schwer, wenn nicht unmöglich, den Nächsten zu lieben. Ich denke, dass uns dies in den nächsten Monaten noch beschäftigen wird. Auch beim Seminar von Burkhard Theis im Herbst werden wir nach meiner Erwartung wieder ganz viele Themen streifen, die wir am Gemeindewochenende gehört haben.

Tja, bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich bei Lena, Carina, Kathrin und Joachim für die Vorbereitung zu bedanken!!!

Matthias Sumann

 

 

 

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